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Webseite von Rüdiger Heinrich M.A., Klassischer Archäologe

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Umberto Eco ist verstorben

Umberto Eco auf seinen Historienroman "Der Name der Rose” zu reduzieren würde heißen, diesem bedeutenden Kulturwissenschaftler, Kritker und Essyaisten Unrecht zu tun.

Eco war mehr und wird auch immer mehr bleiben. Bereits 1962 veröffentlichte er mit “Das offene Kunstwerk” eine kunsttheoretische Abhandlung, ein Meilenstein dürfte seine “Einführung in die Semiotik” sein, die 1968 erstmals publiziert wurde und bis heute zu den Standartwerken der Wissenschaft von den Zeichen und Zeichensystemen in Natur und Kultur zählt.

Dennoch wird er vielen Zeitgenossen außerhalb des Wissenschaftsbetriebes vor allem durch den Roman “Der Name der Rose” in Erinnerung bleiben. Eco gelang es vor allem durch sein Fachwissen, ein Mittelalterbild zu zeichnen, das zum Einen zwar dem landläufigen Begriff des "finsteren Mittelalters" entsprach, aber auch das Denken dieser Epoche europäischer Kultur darzustellen, die für spätere Zeiten vorbereitend und auch prägend war. Es gibt übrigens Hinweise darauf, dass der Autor von der Verfilmung seines Buches mit Sean Connery in der Hauptrolle wenig begeistert war.

Auch im modernen (hier: politischen) Italien hinterließ Umberto Eco seine Spuren. Als Mitbegründer der Oppositionsgruppe “Freiheit und Gerechtigkeit (Libertà e Giustizia)” galt er als aktiver Gegner eines Silvio Berlusconi und erregte in der italienischen Öffentlichkeit Aufsehen mit der Drohung seiner Auswanderung, würde der umstrittene Ministerpräsident noch länger im Amt bleiben.

Eco wurde am 5. Januar 1932 im norditalienischen Alessandria als Sohn eines Buchhalters geboren. Sein Studium der Literatur und Philosophie in Turin schloss er mit einer Promotion über Thomas von Aquin ab. Zunächst Redakteur für Kultur bei der RAI nahm er an diversen Universitäten Lehraufträge an um dann als Pofessor für Semiotik in Bologna zu lehren. 

Umberto Eco starb am Freitag, dem 19. Februar 2016 im Alter von 84 Jahren.

 

 

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Es freut mich, dass Sie sich im unendlichen Universums des Internets auf diese Seite verirrt haben - sei es gezielt, sei es beim surfen.

Auf dieser Webseite möchte ich einem breiterem Publikum einen Eindruck meiner wissenschaftlichen Arbeit vermitteln. Neben den Manuskripten öffentlicher Vorträge und Artikeln aus Printmedien finden Sie auch Gedankengänge zu kulturwissenschaftlichen Themen, die im Internet publiziert wurden.

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Gerne diskutiere ich mit Ihnen, nutzen Sie zur Kontaktaufnahme bitte die Mailadresse rudiheinrichbux@gmx.de .

Genau genommen ist die Berufsbezeichnung “Archäologe” ein Familienname. Es gibt Klassische Archäologen, Vor- und Frühgeschichtler, Ägyptologen, Altamerikanisten, Altorientalisten - soll ich weiter machen?

Der Autor gehört zu den Klassischen Archäologen, wobei die Schwerpunkte meiner bisherigen Arbeit im Bereich des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung und der griechischen Frühgeschichte (“Dark Age”) zu finden sind. Meine Leidenschaft für die Astronomie bleibt nicht spurlos. In zahlreichen Vorträgen habe ich zum Thema “Astroarchäologie” Stellung bezogen, das Thema meiner Magisterarbeit waren Sterndarstellungen auf Münzen der Römischen Kaiserzeit.

Die Kollegen mögen mir verzeihen, wenn ich die Archäologie weniger als Beruf, denn als Berufung betrachte. Reich sind in diesem Metier bislang nur halbgebildete Phantasten, superreiche Sammler oder durchgeknallte Hobbyforscher geworden über deren wissenschaftlichen Stellenwert es zu streiten gar nicht lohnt.

Der “Diolkos” war übrigens ein Verbindungsweg am Isthmos bei Korinth in Griechenland. Bevor es zwischen dem Golf von Korinth und dem saronischen Meer einen Kanal gab (Kaiser Nero wollte ihn errichten, war durch Löscharbeiten und gelegentliches Gesangsstudium jedoch verhindert - tatsächlich gelang der Durchstoß erst 1893) wurden auf dieser Verbindung Schiffe über die Landenge gezogen, um das Umfahren des Peloponnes zu vermeiden.

Ihr

Rüdiger Heinrich

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Überreste des Diolkos, einem Verbindungsweg zwischen Golf von Korinth und saronischem Meer. In der Antike zog man Schiffe über diesen Weg, um sich die Umseglung des Peloponnes zu ersparen (Bildquelle: Dan Diffendale)