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China schickt zwei Taikonauten ins All

Flug von Nie Haisheng und Fei Junlong ist auf 119 Stunden angesetzt

 

(hei) Zwei Jahre nach dem ersten bemannten Raumflug hat die Volksrepublik China erneut Menschen in die Umlaufbahn befördert. Der Start vom Shenzou VI erfolgte allerdings einen Tag früher als von westlichen Beobachtern erwartet. Am Morgen des 12. Oktobers startete eine Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 2F“ vom Weltraumbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi planmäßig. Die „Taikonauten“ Nie Haisheng (41) und Fei Junlong (40) werden bis zum Montag im Orbit bleiben, also erheblich länger als der Flug von Shenzou V, der am 15. Oktober 2003 gestartet wurde.

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Ein Novum in der Fernsehgeschichte der Volksrepublik. Der Start von Shenzou VI wurde live übertragen. Foto: CCTV-1

 Das Raumfahrzeug besteht aus einer Landekapsel und dem Orbitalmodul. Während der Taikonat Yang Liwei seinerzeit während der Fluges im Raumanzug verbrachte, wird die jetzige Besatzung die unbequeme Bekleidung ablegen und sich im 2,8 Meter langen Orbitalmodul aufhalten, wo gegessen, geschlafen und wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden. Die Mahlzeiten folgen chinesischen Traditionen, so soll es laut Rundfunkmeldungen „Huhn mit Krabben und Nüssen“ geben. Gelandet wird in der Inneren Mongolei und wie in Russland - an Fallschirmen. Das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, denn das acht Tonnen schwere Raumschiff ist eine größere und leistungsfähigere Weiterentwicklung der russischen Sojus-Modelle.

Der Start wurde im chinesischen Fernsehen live übertragen, was ein Novum bedeutet. Dennoch ist die Stufe der Geheimhaltung hoch angesetzt, ausländische Journalisten sind auf dem Startgelände nicht zugelassen und drei ihrer chinesischen Kollegen hatten kurzfristig ihre Zulassung verloren, als sie mit Handys erwischt wurden.

Über diesen Orbitalflug hinaus hat die Volksrepublik sich viel vorgenommen. Weltraumspaziergänge sind für weitere Flüge vorgesehen und auch eine permanente Raumstation ist im Gespräch. Fernziel ist nach Angaben des chinesischen Rundfunks jedoch der Mond. Nach einer Phase der Erkundung sei eine Mission im Jahr 2007 denkbar. Bereits zu Jahresbeginn hatte die „Kommission für Technologien und Industrien zur nationalen Verteidigung“ den heutigen Flug angekündigt und die Bedeutung für die Volksrepublik dargelegt. „In diesem Jahr wollen wir das Projekt zur bemannten Raumfahrt und auch das Projekt zur Monderkundung tatkräftig vorantreiben. Um einen erfolgreichen Start zu garantieren, müssen die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Raumschiff Shenzhou-6 und an den Trägeraketen gut vorankommen. Im Rahmen des Monderkundungsprojektes soll das eingesetzte Modell vom ersten Entwurf bis zum vollständig einsatzbereiten Prototyp des Satelliten intensiv erforscht werden. Das Monderkundungsprojekt soll gemäß den hohen Anforderungen an Standards, Qualität und Effizienz gut verwirklicht werden“, hatte Pressesprecher Jin Zhuanglong am 24. Januar in Beijing gesagt, „in diesem Jahr wollen wir das Projekt zur bemannten Raumfahrt und auch das Projekt zur Monderkundung tatkräftig vorantreiben. Um einen erfolgreichen Start zu garantieren, müssen die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Raumschiff Shenzhou-6 und an den Trägeraketen gut vorankommen. Im Rahmen des Monderkundungsprojektes soll das eingesetzte Modell vom ersten Entwurf bis zum vollständig einsatzbereiten Prototyp des Satelliten intensiv erforscht werden. Das Monderkundungsprojekt soll gemäß den hohen Anforderungen an Standards, Qualität und Effizienz gut verwirklicht werden".

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Fei Junlong und Nie Haisheng (Xinhua) kurz vor dem Start. Foto: Xinhua

Die Vorverlagerung des Termins wird allenthalben in Zusammenhang mit dem Ende einer Tagung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung gebracht, ist doch die eigene Raumfahrt - trotz aller Geheimnistuerei - im Roten Riesenreich Teil einer Propaganda, die die Volksrepublik auf der technischen Überholspur gegenüber den traditionellen Industriestaaten sehen will. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao brachte es auf den Punkt: der Flug "zeigt der Welt, dass das chinesische Volk den Willen, die Zuversicht und die Fähigkeit hat, unaufhörlich neue wissenschaftliche Höhepunkte zu erreichen". (12-10-05).

 

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