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James Doohan („Scotty“) ist tot

 

(hei) Wenn Captain T. Kirk von Klingonen beleidigt wurde, sagte Chefingenieur Scott nichts - bezeichneten die finsteren Außerirdischen aber sein Raumschiff Enterprise als „Schrotthaufen“, kam es unweigerlich zur Massenschlägerei, wie in der zum Kult gewordenen Star-Trek-Folge „Kennen Sie Tribbles?“

James Montgomery Doohan verkörperte wie kein Anderer den aus Schottland stammenden ruppigen Chefingenieur Montgomery „Scotty“ Scott, dem Nichts heilig war, erst Recht nicht die Logik eines Mr. Spock. In unzähligen Ausgaben der NBC-Serie Star Trek und den darauf folgenden Spielfilmen bildete er zusammen mit William Shatner alias James T. Kirk, Leonrad Nimoy alias Mr Spock und DeForest Kelley als „Pille“ McKoy die Kernmannschaft des Fernseh-Raumschiffes, das seit 1966 weltweit Anhänger fand. Der Befehl „Scotty, raufbeamen, sofort" und seine Antwort „Captain ich tue, was ich kann" sind den deutschen TV-Zuschauern sicherlich ebenso im Gedächtnis, wie Derricks „Harry, fahr den Wagen vor".

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Science-Fiction-Fans in aller Welt trauern um James Doohan, 3.3.1920 – 20.7.2005, Foto: dpa

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So kannte man ihn: Scotty bei der Arbeit. Foto: Lightspeed Fine Art

Am 20. Juli ist James Doohan in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 85 Jahren verstorben. Er erlag einer Lungenentzündung, wie sein Freund und Manager Steven Stevens der Presse mitteilte. Doohan litt in den letzten Jahren seines Lebens zudem unter der Alzheimer-Krankheit. Geboren wurde er am 3. März 1920 im kanadischen Vancouver. Als Mitglied der Royal Canadian Artillery nahm er an der alliierten Landung in der Normandie teil, verlor dort den Mittelfinger der linken Hand, was in der Serie nie im Bild zu sehen war. Bis 1946 leistete er Dienst als Flugbeobachter, handelte sich Freunden zufolge den Titel „verrücktester Pilot der Canadian Air Force" ein. Nach dem zweiten Weltkrieg zog es ihn auf die Bühne und zum Rundfunk, als Charakterdarsteller wirkte er in über 2000 Radio- und Fernsehsendungen mit, beherrschte verschiedene englische Dialekte und Akzente, von denen die schottische Mundart den Enterprise-Erfinder Gene Roddenberry so beeindruckte, dass er ab 1966 Doohan für jenen Posten auf dem Föderationsschiff auswählte, der ihn weltberühmt machte.

Auch den kehligen Akzent der klingonischen Bösewichte synchronisierte er mehr als einmal nach. Für sein Wissen um Raumschiffmaschinen, Beamer und Faser erhielt Doohan gar die Ehrendoktorwürde der Milwaukee Engineering School.

Nach den Worten von Stevens wird es eine private Trauerfeier im engsten Familienkreis geben. Danach soll die Asche von James Doohan auf eigenen Wunsch hin in den Weltraum geschossen werden.

Ein letztes Mal „Beam me up, Scotty" (21-07-05).

Der Nachruf wurde in NaSchw 97, 2005/07 veröffentlicht.

 

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